Symbolbild Hausarbeit

Schriftliche Prüfungsformate

Beschreibung schriftlicher Formate
Symbolbild Hausarbeit
Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Mit den folgenden digitalen Prüfungsformaten können Sie schriftliche Abgaben ermöglichen.

Ganz klassisch – Die Hausarbeit

Bei einer nicht zu großen Teilnehmendenzahl kann man durchaus statt einer Klausur auch eine Hausarbeit vorsehen. Für diese Form der Prüfung ist eigene Recherche, Literatursichtung und -auswahl sowie Exzerpieren notwendig. Ziel ist es, entlang einer Leitfrage eine wissenschaftliche Argumentation aufzubauen, die durch Quellennachweise gestützt werden kann. Am Ende steht zumeist eine Antwort auf die Leitfrage und eine Darstellung der aufgeworfenen, neu entstandenen Probleme oder Fragestellungen. Der besondere Wert der Hausarbeit ergibt sich aus der intensiven Beschäftigung mit einem Thema (Fach-, Methoden- und Selbstkompetenz). Zudem lernen Studierende bereits das Handwerkszeug, also Techniken und Methoden, die für die Bachelor- und Masterarbeit unerlässlich sind. Es ist allerdings zu beachten, dass der Bearbeitungsaufwand dafür im Rahmen bleiben muss. Außerdem sollte man bei den Abgabefristen auf die Belastung der Studierenden durch andere derartige Prüfungsformen achten.

Midterm Exams

„Midterm Exams“ sind kleinere (Online-) Prüfungen, die über das Semester verteilt abzulegen sind. Dabei kann durchaus in die übliche Prüfungszeit hinein geplant werden, wenn man die Belastung durch dann stattfindende „Vollklausuren“ im Hörerkreis abklärt. Um eventuellen technischen Schwierigkeiten bei den Teilnehmer/innen die Konsequenz zu nehmen ist zu empfehlen, eine „best two out of three“ (oder ähnliche) - Strategie zu verwenden.

Protokolle

Klassischerweise werden Protokolle in den Naturwissenschaftlichen Fächern genutzt. Die Überprüfung von Leistung in den experimentellen Lehrveranstaltungen geschieht in vielen Fällen durch die Abfassung von Versuchsprotokollen, in denen der Ablauf und das Ergebnis der Experimente dargestellt werden.

Aber auch für die Lernergebnisüberprüfung in anderen Bereichen können Protokolle zielführend eingesetzt werden. In einem Protokoll werden die entscheidenden Inhaltspunkte einer Sitzung mitgeschrieben und anschließend zusammengefasst. Es sollte so geschrieben sein, dass jemand, der nicht in der Sitzung anwesend war, über alle zentralen Aussagen und Zusammenhänge informiert wird. Dafür müssen die Inhalte neu strukturiert werden, Sekundärliteratur eingearbeitet und gegebenenfalls Unklarheiten aufgelöst werden.

Lerntagebücher

Bei Lerntagebüchern geht es nicht darum, lediglich die Inhalte von Seminaren oder Vorlesungen wiederzugeben. Vielmehr sollen Studierende - genau wie bei einem Tagebuch - die für sie bedeutendsten Punkte aufgreifen und reflektieren. Mit den durch den Lehrenden/die Lehrende aufgeworfenen Fragestellungen sollen die Studierenden sich dann wissenschaftlich auseinandersetzen. Diese Prüfungsform bietet Prüflingen darüber hinaus die Gelegenheit, die Veranstaltung zu reflektieren, Verständnisprobleme zu äußern und eigene Lernerfolge festzuhalten.

Lerntagebücher können als eigene Leistungsnachweise für die Benotung der Studierenden herangezogen werden. In der Regel geben die Lehrenden eine bestimmte Anzahl sowie den Umfang und die Gliederung der zu erstellenden Lerntagebücher vor. Sinnvoll ist es auch den Studierenden für jedes Lerntagebuch Leitfragen oder einen besonderen Untersuchungsauftrag mitzugeben. Benotet wird dann nach der Durchschnittsnote aller Tagebücher oder beispielsweise den drei Besten aus vier Leistungen.

Grundsätzlich können Sie ein Lerntagebuch über die Wiki-Funktion in Moodle abgeben lassen und sammeln. Auf der Seite zur Planung & Durchführung der digitalen Prüfungen finden Sie passende Anleitungen von der Servicestelle LehreLernen.

Essay

Ein Essay ist ein kurzer, wissenschaftlicher Aufsatz, in dem ein begrenztes Thema überblicksartig und frei erörtert wird. Es geht mehr um die Entwicklung eines Leitgedankens oder einer noch vorläufigen Idee als um die stringente Darstellung komplexer Inhalte. Obgleich der Stil des Essays eher journalistisch als wissenschaftlich ist, muss es natürlich der inhaltlichen Sachlichkeit genügen und die Quellen von Zitaten oder Anregungen ausweisen. Einen großen Nutzen hat das Essay insbesondere auch zur persönlichen Wissenskontrolle und Wiederholung, erlaubt es einem doch, relativ formlos bisher nur Gehörtes oder Gelesenes in eine schriftliche Form zu übersetzen. Der verlangte Umfang liegt normalerweise bei ungefähr fünf Seiten.

Eine Mischung aus Vielem – die Portfolioprüfung

Bei einer Portfolioprüfung werden mindestens drei unterschiedliche Prüfungselemente zu einer studienbegleitenden Gesamtleistung zusammengefasst. Dies erlaubt es Ihnen, die Prüfungsleistung sehr abwechslungsreich zu gestalten und verschiedene Kompetenzbereiche (die oftmals unterschiedliche Formen der Leistungsüberprüfung erfordern) zu prüfen. Wichtig ist allerdings auch hierbei immer die Gesamtbelastung der Studierenden im Blick zu behalten, denn die Prüfungsleistungen werden über die gesamte Dauer eines Moduls verteilt und fördern so eine kontinuierliche und nachhaltige Auseinandersetzung mit dem Lernstoff Sie müssen als Lehrperson also darauf achten, dass die Prüfungselemente in ihrer Gesamtheit dem inhaltlichen und zeitlichen Aufwand einer anderen Prüfungsform (z. B. Klausur) entsprechen. Die Bewertung der Gesamtleistung ergibt sich aus der Summe der in den Portfolio-Elementen erzielten Punkte, wobei jedes Element bestanden wird und sich gute und schlechte Leistungen gegeneinander aufwiegen. Das der Bewertung zugrundeliegende Punktesystem, die je Teilelement maximal erreichbare Punktzahl, die für das Bestehen erforderliche Gesamtpunktzahl, Gewichtungen und Notenzuordnungen sind spätestens zu Beginn des Moduls (bei einer Coronabedingten Umstellung schnellstmöglich) bekannt zu geben.

Grundsätzlich können Sie ein Portfolio über die Wiki-Funktion in Moodle abgeben lassen und sammeln.

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Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)
Planung & Durchführung von schriftlichen Prüfungsformaten
Hier finden Sie Anleitungen und Hinweise zur Umsetzung digitaler schriftlicher Prüfungen
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